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Warum die Unterspannbahn so wichtig ist

Die Unterspannbahn liegt zwischen der Dacheindeckung (Ziegel) und der Wärmedämmung. Sie schützt die Dämmung vor eindringender Feuchtigkeit — durch Regen, Schnee oder Tauwasser von innen. Ohne funktionstüchtige Unterspannbahn kann eine Zwischensparrendämmung dauerhaft nicht trocken bleiben.

In Gebäuden, die vor ca. 1985 errichtet wurden, sind oft gar keine Unterspannbahnen verbaut — oder sie sind nach Jahrzehnten so spröde, dass sie keine Schutzfunktion mehr erfüllen.

Wie wir die Unterspannbahn prüfen

Praxisbeispiel: Bei einem unserer Kunden (EFH Baujahr 1980) war die Unterspannbahn entgegen unserer Erwartung noch vorhanden und in gutem Zustand — eine Innendämmung war ohne Eingriff ins Dach möglich. Das sparte mehrere tausend Euro.

Dämmstoffe richtig wählen

Für die Zwischensparrendämmung kommen verschiedene Materialien in Frage: Mineralwolle (günstig, guter Brandschutz), Holzfaserdämmplatten (diffusionsoffen, ökologisch), Zellulose (einblasbar, auch für schwer zugängliche Bereiche).

Entscheidend ist nicht nur der Lambda-Wert (Wärmeleitfähigkeit), sondern auch die Diffusionsfähigkeit: Die Dämmung sollte so gewählt werden, dass Feuchte, die in den Aufbau gelangt, wieder austrocknen kann.

Die Dampfbremse: notwendig und oft falsch eingebaut

Auf der Innenseite der Dämmung wird eine Dampfbremse (oder Dampfsperre) angebracht, die verhindert, dass warme feuchte Innenluft in die Dämmung diffundiert. Falsch eingebaut — mit Lücken, unsauber verklebt oder ohne Flanschanschlüsse — ist sie wirkungslos.

Wir empfehlen und prüfen feuchteadaptive Dampfbremsen: Diese passen ihren Diffusionswiderstand je nach Jahreszeit an — im Winter dicht, im Sommer diffusionsoffen. Das ermöglicht Austrocknung in beide Richtungen.

Autor

Markus Matz

Diplom-Bauingenieur (FH), zertifizierter Energieberater (BAFA, KfW, DENA) und Sachverständiger für Bauschäden. Tätig in der Region Berlin & Brandenburg seit über 25 Jahren.